Entstehung und Entwicklung
Guido van Rossum entwickelte Python Anfang der 1990er Jahre in Amsterdam. Als Grundlage diente teilweise die Sprache ABC, die als Alternative zu BASIC gedacht war. Nach der Erstveröffentlichung 1991 leitete van Rossum die Weiterentwicklung bis 2018, bevor ein Team aus Entwicklern und Freiwilligen die Führung übernahm. Der Name stammt von der britischen Comedy-Serie “Monty Python’s Flying Circus”.
Syntax und Programmierkonzepte
Python zeichnet sich durch gut lesbaren Code aus, bei dem Einrückungen statt geschweifter Klammern die Struktur definieren. Die Sprache verzichtet auf explizite Typdeklarationen und nutzt Duck-Typing – ein Konzept, bei dem das Verhalten eines Objekts wichtiger ist als dessen Klassenzugehörigkeit. Python-Dateien erhalten die Endung .py und folgen dem Prinzip, dass Code intuitiv verständlich sein sollte.
Lizenzierung und Implementierungen
Die Python Software Foundation stellt die Sprache unter einer Open-Source-Lizenz zur Verfügung und akzeptiert Spenden über ihre Website. Es existieren verschiedene Implementierungen: CPython als Referenzimplementierung in C, Jython für die Java-Plattform, IronPython für .NET sowie PyPy als besonders performante Alternative mit Just-in-Time-Compiler.
Einsatzgebiete und Ökosystem
Das umfangreiche Ökosystem an Bibliotheken macht Python zur Allzweckwaffe in der Softwareentwicklung. Besonders stark vertreten ist die Sprache im wissenschaftlichen Rechnen mit NumPy und SciPy, in der Datenanalyse mit Pandas, im maschinellen Lernen mit TensorFlow und PyTorch sowie in der Webentwicklung mit Django und Flask. Auch für Systemadministration und Automatisierung hat sich Python als Standard etabliert.